Eine aktuelle Bestandsaufnahme des Diskussionsstands um die EU-Lieferkettenrichtlinie und das deutsche Lieferkettengesetz und die Folgen für die Betroffenen.
An der hart umkämpften europäischen Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) scheiden sich die Geister: Vertreter*innen der wirtschaftlichen Lobbyverbände wie BDI, die EVP-Fraktion und die rechts(extreme) Fraktion im EU-Parlament halten das Einfordern einer verbindlichen Verantwortung von Unternehmen für die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards entlang ihrer globalen Lieferketten für ein Bürokratiemonster, das abgewickelt werden soll. Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften und die Kirchen halten eine starke Lieferkettengesetzgebung für einen notwendigen regulatorischen Schritt, um in Sachen Menschenrechte und Umwelt-/Klimaschutz zu nachhaltigen Verbesserungen zu kommen. Wie ist der aktuelle Stand der Diskussion, welche Folgen werden die Entscheidungen in Brüssel und Berlin für die betroffenen Arbeiter*innen auf den Plantagen, in den Minen und Weltmarktfabriken im Globalen Süden haben?
Referent*in: Gisela Voltz, Entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit bei Mission EineWelt
